Kein Sportdirektor ist auch keine Lösung

Am 31.05.2021 war der offizielle Amtsaustritt von Markus Krösche und seitdem ist RB Leipzig (offizielle) ohne Sportdirektor unterwegs. Gerüchte um mögliche Nachfolger des zu Eintracht Frankfurt abgewanderten Krösche gibt seit Monaten und die Stimmen, besonders unter den Anhängern vom einzig wahren RasenBallsport, werden immer lauter: Wann wird endlich der neue Sportdirektor, welcher laut Mintzlaff „eine Bereicherung für die Bundesliga“ sein soll, vorgestellt?

Als Péter Gulácsi am 21.05.2022 den DFB Pokal in den Berliner Nachthimmel reckte, hatte RB Leipzig seit 354 Tagen keinen Sportdirektor mehr. Inzwischen ist dies bereits einen Monat her und weiterhin gibt es zwar zahlreiche Gerüchte, aber keine Bekanntmachung.

Es soll sich um eine 1-A-Plus-Personalie handeln, aber wer soll das sein? Von den bereits gerüchtelten Namen passt eigentlich niemand genau auf eben diese Beschreibung:

Ein großer, bekannter Name und eine Person, die perfekt zu RasenBallsport Leipzig und der RB-DNA passt und zugleich bezahlbar?

Max Eberl (ehemals Borussia Mönchengladbach) wäre ein „großer Name“, aber Eberl wurde in der Vergangenheit bereits ausgeschlossen. Zudem soll der neue Sportdirektor aus dem Ausland stammen.

Die von der LVZ benannten Thomas Hitzlsperger und Horst Heldt können es aufgrund der bereits bekanntgegebenen Hardfacts nicht sein, zumal Hitzlsperger – als Sportdirektor – kein großer Name wäre.

Michael Edwards (noch FC Liverpool – Amtsaustritt 30.06.2022) könnte der gesuchte Mann sein: Im Ausland tätig, erfahren, großer Name, aber wirklich glauben kann man diese Personalie (noch) nicht: Würde Edwards wirklich Liverpool verlassen und ab 01.07.2022 als Sportdirektor bei RB Leipzig anfangen? Dies würde Sinn machen, wenn er eine neue Herausforderung sucht und – davon muss man ausgehen – Leipzig das nötige Geld (sowohl für Neuzugänge, als auch die eigentliche Bezahlung von Edwards) locker machen würde. Überdies soll Paris Saint-Germain am 42-Jährigen interessiert sein. Die größere Herausforderung wäre wohl eine Anstellung bei RasenBallsport Leipzig, aber finanziell kommt an Paris wohl kaum ein Verein vorbei, was sicherlich für die zukünftige Arbeit von Edwards entscheidend sein könnte.

Es gibt noch viele interessante Namen (u.a. Txiki Begiristain (Manchester City), Ramón Rodríguez Verdejo (FC Sevilla)), aber kaum ein Verein ist – so ehrlich muss man sein – dumm und lässt seinen erfolgreichen Sportdirektor ziehen.

Derzeit sieht alles danach aus, dass die 1-A-Plus-Lösung am Ende „nur“ eine B-Lösung sein wird, welche man Fans und Medienvertretern als perfekt verkauft. Schlussendlich wäre dies aber auch egal, wenn eben diese Person sportlich Sinn macht und den gewünschten Erfolg bringt.

Für Leipzig. Für RB. Für rot-weiße Fankultur.

Wer wäre für euch die perfekte Lösung oder glaubt ihr nicht mehr an eben diese? Verratet es uns gern im Kommentarbereich.

Quellen:
Bild.de
RBlive
LVZ
Fussballeuropa

4 Kommentare zu “
Kein Sportdirektor ist auch keine Lösung

  1. Ich bin es leid. Von mir aus können die irgendjemanden als neuen Sportdirektor vorstellen. Hauptsache das Theater hört endlich auf und wir können uns auf andere Sachen konzentrieren. Je länger die Suche dauert umso lächerlicher machen wir uns.

  2. Wenns nicht Edwards wird, macht sich der Verein zum Horst. Einen größeren Namen gibts nicht auf dem freien Markt und Ablöse wollen wir bestimmt nicht zahlen. Krösches Weggang hätte man verhindern müssen, aber RBL ermöglicht ja gern Träume.

  3. Krösche war auch nicht perfekt, aber er passte und wie Nagelsmann hätte man ihn nicht gehen lassen dürfen. Man stelle sich vor bei RB würden echte Fachleute arbeiten: Wir wären Meister geworden, wenn die gesamte Saison wie die Rückrunde gelaufen wäre!

    Ob sich freiwillig ein Sportdirektor diesen Sauhaufen antut? Gefühlt wird jeder Wechselwunsch erfüllt und die Talente verscherbelt. Wieso sollte man dann zu uns kommen, wenn man auch zu PSG kann?

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