Hält die Siegesserie?

Manchmal ist weniger mehr, aber wenn RB Leipzig auf den 1. FC Kaiserslautern trifft, hoffen alle rot-weißen Leipziger, dass die Siegesserie von derzeit vier Spielen weitergeht. Die Gäste verloren hingegen ihre letzten drei Ligaspiele und wollen ihrerseits aus weniger mehr machen. Der spielerische Aufwand, den die Truppe von Fünfstück betreibt, war zumindest in den letzten Spielen wesentlich größer, als der eingefahrene Punkteertrag.

0:0 und 1:1 – So endeten die bisher zwei Begegnungen zwischen RasenBallsport Leipzig und dem 1. FC Kaiserslautern. Während in der Hinrunde 2014/2015 in Leipzig keine Tore fielen, konnte Yussuf Poulsen am 20. April diesen Jahres die Leipziger in Kaiserslautern in Front bringen. Der damalige Schütze zum Ausgleich und Endstand, Simon Zoller, fällt zum dritten Aufeinandertreffen beider Mannschaften mit einem Muskelfaserriss aus.
Weiterhin muss Lauterns Trainer Fünfstück auf die Verletzten Marcel Gaus (Sprunggelenk), Markus Karl (Halswirbel) und Marcus Piossek (Hüfte) verzichten. Schon länger müssen zudem Sebastian Jacob (Kreuzbandriss), Alexander Ring (Adduktorenverletzung) und Jean Zimmer (Muskelfaserriss) ersetzt werden und auch Tim Heubach fehlt aufgrund einer Rotsperre.
Auf Seiten der Leipziger fehlt der vor der Saison von Kaiserslautern gekommene Willi Orban wegen einer Gelbsperre und sowohl Klostermann (Muskelfaserriss), als auch Massimo Bruno (Virusinfekt) aus. Mit Terrence Boyd und Patrick Strauß hat auch RB Leipzig langfristige Ausfälle zu kompensieren. Für Kalmár kommt ein Einsatz aufgrund von Trainingsrückstand noch zu früh und ob Emil Forsberg nach seiner überstandenen Angina schon einsatzfähig ist, wird sich kurzfristig zeigen müssen.

Die Leipziger, die zweifelsohne derzeit einen Lauf haben, dürfen die angeschlagenen Kaiserslauterer nicht unterschätzen. Sie verloren zwar von sechs Spielen unter Neu-Trainer Fünfstück vier Partien, konnten aber auch in Bochum einen 2:1-Erfolg einfahren. Dieser Auswärtserfolg war erst der zweite Auswärtssieg und nach dem Dreier in Duisburg am ersten Spieltag verlor man in Heidenheim (3:1), Sandhausen (1:0) und Karlsruhe (2:0). In Berlin (2:2) und München (1:1) holten die roten Teufel, wie RB Leipzig (1:1 beziehungsweise 2:2) jeweils ein Unentschieden.
Nachdem man in der Vorsaison am Ende auf Platz vier stand, stehen die Pfälzer derzeit auf Platz 13 und haben bereits zehn Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Die durchaus hohen Ambitionen müssen derzeit somit relativiert werden und es bleibt abzuwarten, ob die Lauterer in dieser Saison noch einmal die Kurve kriegen. Dass der Aufschwung nicht gegen RB Leipzig startet, dafür soll wohl auch Ken Gipson sorgen. Der 19 Jährige sammelte im Spiel gegen Sandhausen seine ersten Zweitligaminuten und ist für die Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern eine Option für die Startelf.
Schiedsrichter dieser Begegnung wird Manuel Gräfe sein, der bereits vier Spiele mit RBL-Beteiligung leitete, von denen Leipzig alle gewinnen konnte. Die Ergebnisse vom 1. FC Kaiserslautern von Spielen, die Gräfe als Schiedsrichter agierte, sehen weniger positiv aus: Sechs Punkte aus zehn Ligaspielen (Sechs Unentschieden) und eine verlorene Partie im DFB-Pokal (4:1 gegen Eintracht Braunschweig) lassen kaum Gründe für gute Erinnerungen zu.

RB Leipzig – FC St. Pauli 4:1
1. FC Magdeburg – RB Leipzig 0:3
RB Leipzig – Holstein Kiel 2:1
RB Leipzig – 1. FC Magedurg 2:1

Abgesehen von diesen Statistiken sprechen noch mehr Werte für einen Heimerfolg von RasenBallsport Leipzig gegen Kaiserslautern. So schossen die Leipziger sieben Tore mehr und kassierten sechs Gegentore weniger, wobei Kaiserslautern neun seiner dreizehn Treffer in fremden Stadien erzielte. RB Leipzig steht zwar derzeit auf Platz eins, aber die Chancenverwertung ist dafür nur mittelmäßig. Mit bisher 75 Torschüssen stellt man zwar den Ligabestwert, aber mit einer Quote von 13,7 % führen wesentlich weniger Torversuche zum Erfolg, als zum Beispiel von Freiburg (23%) Sandhausen (20,6%) oder Bochum (15,6%) (Link zur Statistik auf transfermarkt.de). Während RB Leipzig die meisten Tore in der zweiten Halbzeit schoss, trafen die Spieler von Kaiserslautern überdurchschnittlich häufig in Halbzeit eins (9 von 13 Toren), kassierten aber auch die meisten Gegentore in der zweiten Halbzeit. Vielleicht sind nachlassende Kräfte und Aufmerksamkeit dafür verantwortlich und RB Leipzig kann sich diesen Umstand zu Nutze machen? Für Fans von RasenBallsport Leipzig ist es aber sicherlich egal, wann die Tore fallen, solange sie fallen und das fünfte Spiel in Folge gewonnen werden kann. Aufgrund der Tabellenkonstellation muss mindestens ein Punkt gegen Kaiserslautern herausspringen, sonst ist nicht nur Platz eins in Gefahr, sondern man könnte auch auf den dritten Platz abrutschen. Um Platz eins ganz sicher zu verteidigen, muss ohnehin ein Dreier her und nur das kann derzeit das Ziel sein.

Für Leipzig. Für RB. Für rot-weiße Fankultur.

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